Harnblase

Die Funktion der Harnblase ist die Speicherung des Urins und die kontrollierte aktive Entleerung bei einem Harndrang. Folgende Störungen sind unter anderem möglich:

  • Häufige Entzündungen der Harnblase mit den typischen Beschwerden: Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Unterbauchschmerzen, evtl. sichtbares Blut im Urin.
  • Verminderte Speicherfähigkeit für Urin mit häufigem Harndrang bis hin zum Urinverlust bei starkem Harndrang, nächtlichem Einnässen.
  • Schwierigkeiten, den Urin zu halten (Harninkontinenz) oder zu entleeren (Restharnbildung)
  • Ausbildung eines Harnblasenkrebs, der meist durch sichtbares Blut im Urin auffällt. Bei sichtbarem Blut im Urin sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. 
Zur Abklärung werden folgende Untersuchungen angewendet:
  • Urin
  • Ultraschall von Blase und Nieren (Sonografie)
  • Harnröhren- und Harnblasenspiegelung: Hierbei wird nach Betäubung der Harnröhre ein dünnes Instrument über die Harnröhre zur Harnblase vorgeschoben, um Veränderungen sichtbar zu machen. Dies Untersuchnung ist etwas unangenehm, aber laut Aussage der meisten Patienten gut auszuhalten. Sie ist unerläßlich bei Verdacht auf einen Harnblasenkrebs und meist Notwendig zur Abklärung wiederholter Blasenentzündungen und bei Urinverlust, sowie vor Durchführung einer Prostata-OP.
  • Blasendruckmessung (Urodynamische Untersuchung): Diese Untersuchung ist zur weiteren Abklärung der Blasenfunktion bei einer Harninkontinenz notwendig, insbesondere wenn eine Operation geplant ist oder wenn neurologische Erkrankungen wie eine Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Spina bifida u.a. vorliegt. Hierbei wird die Harnblase über einen dünnen Harnröhrenkatheter konstant mit Wasser gefüllt und gleichzeitig der Druck in der Harnblase gemessen, gleichzeitig wird der Druck im Bauch durch einen Darmkatheter registriert. Auch der Druck des Schließmuskels kann so gemessen werden.