Penis und Harnröhre

Penis (Glied): Penisveränderungen betreffen meist die Vorhaut, welche bei Kindern angeboren und bei Erwachsenen durch Entzündungen narbig eng werden können und durch eine ambulante Beschneidung in Narkose oder örtlichen Betäubung entfernt wird. Bei einer frischen Entzündung der Vorhaut und Eichel (Glans) erfolgt eine örtliche Behandlung mit Salben.  Bei jüngeren Männern kommt es beim Geschlechtsverkehr zu Beschwerden oder zu einem Ein-Abriss des Vorhaut-Penis-Bändchen (Frenulum), so dass dieses durchtrennt werden muss (Frenulotomie). Der Peniskrebs ist in Deutschland eine eher seltene Erkrankung. Er betrifft meist die Eichel und Vorhaut, seltener den Penisschaft, besonders ältere Männer mit einer jahrelang engen Vorhaut sind betroffen. Hier findet man dann oft einen fortgeschrittenen Krebs, so dass der Penis teilweise oder vollständig entfernt werden muß. Bei Entstehung einer einige Wochen anhaltenden umschriebenen, meist schmerzlosen  Verdickung/Rötung der Eichel oder Vorhaut ist eine Kontrolle beim Hautarzt oder Urologen notwendig. Natürlich kann es sich auch um eine entzündliche Ursache wie einen Herpes genitalis, eine Syhililis (Lues), eine Pilzerkrankung oder eine Erythoplasie bzw. Plasmazellularis Zoon handeln.

Harnröhre: Entzündungen der Harnröhre entstehen über einen Geschlechtsverkehr durch Mykoplasmen, Chlamydien oder Gonokokken (Gonorrhoe/Tripper). Die Behandlung erfolgt medikamentös. Narbige Engen der Harnröhre (Strikturen) entstehen durch Entzündungen, Verletzungen der Harnröhre durch Unfälle, Operationen, Kathetereinlagen oder sind angeboren. Die Behandlung erfolgt durch eine interne Schlitzung durch eine Harnröhrenspiegelung, bei wiederholten Narben am besten durch einen offenen Harnröhrenersatz oder durch regelmäßige Dehnungen (Bougierungen).