Niere

Steine: Ernährungsbedingt ist die Entstehung von Nierensteinen zunehmend. Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme (Trinken) begünstigt ebenfalls die Steinbildung. Letztendlich bleibt es meist ungeklärt, warum eine Person vermehrt Steine, eine andere unter gleichen Bedingungen keine Steine bildet. Ein in der Niere ruhender Stein macht im Allgemeinen keine Beschwerden und fällt nur zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung oder bei der Abklärung wiederholter Entzündungen bzw. nicht sichtbarer Blutungen im Urin auf. Meistens macht sich ein Nierenstein durch eine Nierenkolik bemerkbar, wenn der Stein in den Harnleiter abrutscht und durch den dadurch entstehenden Harnstau in der Niere zu heftigen Flankenschmerzen führt. Je nach Steingröße, -Lage, Ausmaß des Harnstaus und Entstehung von Komplikationen (Fieber, Veränderung der Blutwerte) ist eine Harnableitung notwendig. Dabei wird durch eine Harnblasenspiegelung ein dünnes Röhrchen (Schiene/Stent) von der Harnblase am Stein vorbei bis zur Niere vorgeschoben, so dass der gestaute Urin über den Stent abfließen kann und die Schmerzen nachlassen. Ein Nierenstein wird in der Regel durch Stoßwellen von ausserhalb des Körpers in kleine Bruchstücke zerkleinert, die dann mit dem Urinfluß abgehen können. Diese Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWL) kann ambulant ohne Narkose erfolgen, wir führen ihn in Kooperation mit anderen Urologen in der imland Klinik in Eckernförde durch. Sehr große oder sehr harte Nierensteine müssen über eine Nierenspiegelung zertrümmert werden. Dieses erfolgt stationär in Narkose, wir weisen unsere Patienten dazu meist in die -> DIAKO oder -> imland Klinik Rendsburg ein. Ein Harnleiterstein kann neben der ESWL auch über eine Harnleiterspiegelung zertrümmert und entfernt werden; auch dieses stationär in den oben genannten Kliniken.

Nierentumore: Es gibt gutartige Tumore der Nierenrinde, die meist zufällig durch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomografie auffallen. Diese werden in der Regel beobachtet, bei Größenzunahme operativ unter Erhaltung der Niere entfernt. Der bösartige Nierentumor, der Nierenkrebs (Nierenzell-Ca) ist mit ca 4% aller Entstehungen bei Männer (Frauen 3%) gegenüber dem Prostata-Krebs (26%) und dem Brustkrebs (30%) seltener, aber auch hier gilt: Fällt der Krebs erst durch Beschwerden (Flankenschmerzen, Blut im Urin, u.a.) auf, ist eine Heilung durch eine Operation oft nicht mehr möglich. Auch heute ist eine rechtszeitige Operation die einzige Möglichkeit, eine dauerhafte Heilung zu erreichen. In den letzten 3-4 Jahren ist eine Anzahl neuerer Medikamente entwickelt worden, die einen Nierenkrebs im Wachstum hemmen können, nach Absetzen kommt es jedoch wieder zu einem raschen Wachstum, auch bestehen deutliche Nebenwirkungen während der Therapie. Wird ein Nierenkrebs rechtszeitig entdeckt, kann dieser je nach Größe und Lage ohne Verlust der Niere entfernt werden. Durch Ultraschalluntersuchungen, die aus anderen Gründen (z.B. Bauch- oder Rückenschmerzen) oder im Rahmen einer -> erweiterten Vorsorge erfolgen, werden heute gegenüber früher Nierentumore oft zufällig in einem frühen Stadium entdeckt. Die Operation erfolgt stationär in einer urologischen Klinik. Wir arbeiten mit der urologischen Klinik in -> Rendsburg und -> Flensburg zusammen. Die medikamentöse Therapie bei Entstehung von Metastasen ist eine ambulante Behandlung, die wir in unseren Praxen durchführen können.